Das geplante neue Schulgesetz der Landesregierung hat jedoch erhebliche negative Konsequenzen für die regionale Schullandschaft. Viele Eltern behinderter Kinder hätten schon in ein oder zwei Jahren nicht mehr die Wahl zwischen allgemeiner Schule und Förderschule, weil viele Förderschulen in der Region in den nächsten Jahren schließen müssten. Alle Kompetenzzentren für Sonderpädagogische Förderung würden abgeschafft.
Gleichzeitig müssten die Kommunen den Umbau der Regelschulen, wie Toiletten, Aufzüge, Ruheräume etc. allein bezahlen. „Wieder wird die ländliche Region benachteiligt. Wie das hier finanziert, umgesetzt werden soll interessiert nicht. Inklusion und Schule sind wichtige Themen, es geht um Bildung und Alltag der Kinder, so einfach blauäugig rumregeln geht nicht!“ so Fraktionssprecher Kock. Zudem droht ein Lehrkräftemangel. Integrationshelfer ohne fachliche Ausbildung sollen viele Aufgaben übernehmen, werden ebenfalls vom
kommunalen Haushalt bezahlt und können doch nur „das Beste von machen".
Diese Umsetzung in schnellen Schritten zerstört gewachsene Strukturen schneller, als neue aufgebaut werden können. Die Qualität der schulischen Bildung muss im Mittelpunkt stehen, auch bei den Schülerinnen und Schülern ohne Lobby. Förderschulen müssen so lang erhalten bleiben, wie sie benötigt
werden. Alle Betroffenen: Schüler, Eltern und Lehrkräfte müssen auf dem anstehenden Veränderungsprozess mitgenommen werden. Die Kosten dürfen nicht zu Lasten der kommunalen Haushalte gehen.