Die Gesamtschule ist eine bewährte Schulform. Eine Entscheidung für diese Schulform hat für Jahrzehnte Bestand. Es gibt eine Abituroption vor Ort. Dies stärkt den Standort Gescher, ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber unseren Nachbarkommunen und macht Gescher attraktiver für Gescheraner und alle, die ihren Wohnsitz nach Gescher legen wollen.
Die Gesamtschule hat als einzige Schule keine Konkurrenz im Ort und kann im vorhandenen Schulzentrum Jahr für Jahr ausgebaut werden.
Eine Entscheidung für oder gegen den gymnasialen Bildungsgang ist noch nicht in der 4. Klasse notwendig. Dies gibt Eltern und Schülern in der Orientierungsstufe (Klasse 5 und 6) mehr Zeit für Entscheidungen.
Ein Bildungsgangwechsel muss nicht zum Schulwechsel führen. Die Schüler werden je nach Leistungsvermögen gefördert. Sie erhalten den höchstmöglichen Abschluss in Bezug auf ihre Leistungen.
Das Abitur wird nach 13 Jahren vergeben. Dadurch entsteht weniger Druck für die Schüler im Vergleich zum Gymnasium. Das Abitur hat die gleiche Qualität. Es gibt für die allgemeine Hochschulreife einheitliche Prüfungsanforderungen.
Die Gesamtschule kann in der Oberstufe mit Berufskollegs und Gymnasien kooperieren.
Die Mindestgröße für eine Gesamtschule ist die Vierzügigkeit bei 25 Schülern pro Klasse. Diese ist ohne Einpendler gegeben, auch wenn 30% jedes Jahrgangs nach der Grundschule zum Gymnasium wechseln. Einige Jahrgängen wären fünfzügig.
In der Elternbefragung im April/Mai 2012 sprach sich die absolute Mehrheit der Eltern für eine Gesamtschule in Gescher aus.
Die Stadt Gescher hat in den vergangenen Jahren bereits erheblich in den Schulstandort am Borkener Damm investiert: Mensa über 2,2 Mio € und Realschulfassade über 5,2 Mio €. Diese Investitionen können mit der Errichtung einer Gesamtschule auch in den kommenden Jahren sinnvoll genutzt werden.
Weitere Sanierungen stehen noch an: Fachräume für 810 T€, Barrierefreiheit für 220 T€, Brandschutz für 1.160 T€ und technische Gebäudeausstattung für 990 T€. Die Kosten entstehen weitgehend unabhängig davon, ob Haupt- und Realschule oder Gesamtschule in Zukunft die Gebäude nutzen. Es entstehen Mehrkosten von ca. 295 T€ bei einer dauerhaften 5-Zügigkeit der Gesamtschule.
Wie geht es nun weiter?
Im Herbst gibt es ein vorgezogenes Anmeldeverfahren für die Fünftklässler des Schuljahres 2013/14. Wenn es mindestens 100 Anmeldungen gibt, ist die neue Gesamtschule genehmigungsfähig. Dann würden zum Schuljahr 2013/14 die ersten Fünftklässler die neue Gesamtschule besuchen.
Die Haupt- und die Realschule nehmen dann keinen neuen 5. Jahrgang mehr auf und laufen so in 5 Jahren aus.
Der Haupt-und Realschule gilt Dank zu sagen für ihre verlässliche Arbeit auf hohem Qualitätsniveau. Es ist von Politik und Verwaltung zugesichert worden, sie auch weiterhin bis zum Auslaufen in ihrer Arbeit zu unterstützen, damit alle gescheraner Schülerinnen und Schüler eine gute Schulbildung erhalten.