CDU Stadtverband Gescher

Wirtschaftsfaktor Haus Hall

Die Stiftung Haus Hall ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Gescher und die Region. Dies erfuhren CDU-Vorstand und –Fraktion eindrucksvoll in einem Vortrag von Herrn Dr. Thomas Bröcheler, Direktor der Einrichtung. Anhand von Kennzahlen und Erläuterungen wurde deutlich, wie sowohl auf dem Stiftungsgelände als auch in den externen Bereichen Menschen mit Behinderung wohnen und arbeiten.
Bei einem Jahresetat von 64 Mio € stehen etwa 2000 Betreuten rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hilfreich zur Seite, davon alleine 850 in Gescher. Das sind 16% der sozial-versicherungspflichtigen Arbeitsplätze vor Ort mit einer Kaufkraft von etwa 9 Mio €. Gleichzeitig ist Haus Hall bei einem Sachkostenetat von 9,3 Mio € in 2012 und Bauinvestitionen über 5 Mio € pro Jahr neben den Instandhaltungs- und Reparaturaufträgen ein bedeutender Partner unserer heimischen Wirtschaft. Aber auch die Bewohner der Stiftung schaffen eine Nachfrage von fast 600.000 €. Auf die Frage von CDU-Vorsitzendem Ferdinand Hölter nach den beteiligten Betrieben unserer Region erfuhren die Besucher, dass in den Werkstätten von Haus Hall für ca. 200 überwiegend regional ansässige Unternehmen in den Bereichen Montage, Verpackung und Produktion tätig seien. Den häufig gemachten Vorwurf, dass die mit Steuermitteln bzw. Sozialversicherungsbeiträgen finanzierte Sozialwirtschaft für Staat und Bürger eine (zu) große wirtschaftliche Belastung darstelle, konnte Dr. Bröcheler schnell widerlegen. So fließen von den eingesetzten öffentlichen Mitteln 41 % über Steuern und Sozialversicherungsbeiträge an die öffentliche Hand zurück. „Ein öffentlich finanzierter Arbeitsplatz in der Behindertenhilfe schafft durch die damit verbundene Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen etwa einen zusätzlichen halben Arbeitsplatz in der Region. Das bedeutet, an Haus Hall hängen neben den etwa 900 in der Stiftung eingerichteten indirekt weitere 450 regionale Arbeitsplätze“, so Thomas Bröcheler.

Stellvertretender Bürgermeister Günter Schültingkemper erkundigte sich nach den Zukunfts-aussichten und erfuhr, dass Haus Hall in Gescher langfristig eine überregionale Versorgungsfunktion behalten werde. Zum Schluss des regen Gedankenaustausches bedankte sich Dr. Bröcheler bei den CDU-Politikern für ihr Interesse und ihren Einsatz zusammen mit Bürgermeister Hubert Effkemann und der Verwaltung. Abschließend möchte er gerne „eine Brücke (über die Berkel) schlagen“, um das Zusammenwachsen mit weiterer Integration und Öffnung positiv mitzutragen.